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14.07.2014 (Mo) - Besichtigung des Hauses Maria Veen

Besuch im „Haus Maria Veen“ in Maria-Veen

Mit einer großen Gruppe unserer CBF-Mitglieder besuchten wir am Montag, 14. Juli die Einrichtung „Haus Maria Veen“ in Maria Veen. Sie wird auch „Arbeiterkolonie“ genannt; denn Träger dieser Einrichtung ist der Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen, und sie besteht in Maria Veen seit dem Jahr 1888.

Der Nachmittag für uns war so geplant, dass wir erst verschiedene Arbeitsbereiche kennen lernen und dann über die Aufgaben und über die Bewohner informiert werden sollten.

Frau Hülsmann, Sozialpädagogin im Haus Maria Veen, begrüßte unsere Gruppe recht herzlich und führte uns in den Tierbereich zu den Kuhställen, die zum Landwirtschaftsbereich gehören. Eine riesige Menge Milchkühe – 130 – und viele Rinder aus der Nachzucht  waren in großen Stallungen untergebracht. Ein erst 5 Tage altes Kälbchen war sofort der Liebling von uns allen. Herr Strohtmann, Arbeitsbereichsleiter, erklärte sehr anschaulich die Haltung, Versorgung und die Nutzung des Viehbestandes. Wir waren alle sehr beeindruckt von der Größe und Menge  -und  auch vom intensiven Kuhstallgeruch, der uns umgab. In der Tischlerei erklärte Arbeitsbereichsleiter Herr Pölling, welche Arbeiten hier anfallen. Es werden überwiegend Möbel für den Eigenbedarf der 220 Zimmer im Wohnbereich, einschließlich des Altenheimes St. Jakobus, das ebenfalls zum Haus Maria Veen gehört, angefertigt. Auftragsarbeiten von außen werden nicht ausgeführt.

Im Speisesaal des Hauses erwartete uns dann eine reich gedeckte Kaffeetafel mit Kuchen und Schnittchen. Während des Kaffeetrinkens berichtete und erklärte Frau Hülsmann die Aufgaben und Ziele dieser Einrichtung. In ihr leben Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Die Lebensgeschichte eines jeden Bewohners ist vielfältig und traurig, wir hörten von Arbeitslosigkeit Verlust der Wohnung, Verlust familiärer Kontakte, Überschuldung, Suchterkrankung,  Straffälligkeit und  psychischen Problemen -  ein normales Leben kennen die Bewohner kaum. Hier, im Haus Maria Veen, bekommen sie Unterstützung in der Lebensbewältigung mit dem Ziel, dass ein jeder befähigt wird, ein selbstständiges Leben auch einmal außerhalb der Einrichtung zu führen. Die Betreuung ist zeitlich nicht begrenzt, sie richtet sich  aus an den Bedürfnisses eines jeden Einzelnen. In den Arbeits- und Beschäftigungsbereichen werden Werte zwischenmenschlicher Beziehungen gepflegt. Der geregelte Tages- und Arbeitsablauf vermittelt wieder Halt und ein Gefühl für einen normalen Alltagsrhythmus. Manche Bewohner schaffen es wieder mit der „Normalität“, andere lehnen diese Hilfsangebote ab und verlassen auf eigenen Wunsch die Einrichtung.

Wir bekamen auf viele Fragen erschöpfende Antworten. So wurde mehrfach nachgefragt: „Was verdienen denn die Bewohner, wenn sie in den Betrieben, im Haushalt oder in der Küche arbeiten?“ Eine Entlohnung der geleisteten Arbeit ist sehr gering; denn ein „Mehr“ würde vom Kostenträger einbezogen, es müssten Sozialversicherungsbeiträge   und auch Steuern bezahlt werden. Das Wichtigstee ist das Zurückführen in ein normales Leben!

Man konnte wirklich Respekt bekommen vor der zu leistenden Arbeit der Mitarbeiter: Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Arbeitsanleiter, Hauswirtschaftskräfte und Träger des Hauses Maria Veen.

Nachdem wir die Kaffeetafel ordentlich geplündert hatten, - sie war gespendet worden von unseren Mitgliedern Anni und Heinz Schlottbohm, die kürzlich ihren 70 Geburtstag gefeiert hatten - bedankten wir uns herzlich mit einem Geburtstagsständchen und weiteren gewünschten Liedern, die Heinrich Kuhrmann auf dem Akkordeon anstimmte .

Unser Dank galt aber besonders Frau Hülsmann für die Durchführung diese interessanten Besuches im Haus Maria Veen.

Felicitas Trouw

Bilderschau:

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